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Der Dozent als Moderator

Dass beim Unterrichten nicht immer ein Beamer zum Einsatz kommen muss, beweist der Erfolg von Hubert Wallimann. Die Teilnehmer seines Weiterbildungskurses profitieren von seiner Professur an der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Mit der GS1 in Kontakt gekommen ist Hubert Wallimann als Experte der damaligen Fachhochschule Solothurn. «An der GS1 kommt man ja fast nicht vorbei», bemerkt er scherzhaft, wendet die Aussage aber sogleich in ein Lob: «Im Ernst, die GS1 betreibt ein vorzügliches Customer Relationship Management, beispielsweise auch mit den Events. Das bewirkt, dass die Schweizer Logistikwelt klein ist, und davon profitieren wir alle!»

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Grundlagentage

Bei GS1 unterrichtet der erfahrene Dozent die Grundlagentage des Kompaktlehrgangs «Dipl. Logistik- Generalist/-in mit Gestaltungskompetenz ». Dabei handelt es sich um eine Weiterbildung, die mit einem GS1-Diplom abgeschlossen werden kann. Ziel ist es, das Fachwissen auf konzeptioneller und strategischer Ebene mit Blick auf den Logistik-Gesamtprozess zu stärken. Die Absolventen sollen ihre Handlungskompetenz so erweitern, dass sie Optimierungsprojekte, Prozessanalysen und Reorganisationen mitgestalten können. Das Ganze dauert zehn Tage, die ersten drei sind die sogenannten Grundlagentage. «Eine der grossen Herausforderungen dabei sind die enorm grossen Unterschiede in Bezug auf das vorhandene theoretische Wissen», erklärt Wallimann. «Viele haben einen gewissen Erfahrungsschatz, aber die methodische Basis fehlt. Andere sind es überhaupt nicht gewohnt, konzeptionell zu arbeiten. Aber es gibt auch solche, die wirklich stark sind und die man sofort anstellen würde.» In dieser Situation müsse es das Ziel sein, möglichst allen etwas zu bieten, sagt Wallimann, wobei er sich bewusst ist, dass die Schwächeren tendenziell etwas überfordert werden.

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So geht das

Um dieser Situation gerecht zu werden, setzt Wallimann bei den Bedürfnissen der Teilnehmenden Logistik & Fördertechnik Nr. 10 • 11. Oktober 2013 an. Indem er sie Beispiele aus ihrem konkreten Arbeitsalltag vorbringen lässt, macht er Lücken und Schwachpunkte aus, hakt dort ein und versucht, auf dieser Basis einen roten Faden zu finden. «Ich glaube ohnehin, dass der Dozent dann gut arbeitet, wenn er wie ein Moderator agiert», sagt er. «In den besten Momenten findet ein Austausch unter den Teilnehmenden statt, sie lassen sich gegenseitig von ihrem Wissen profitieren.» Seine Rolle sei es, die Kursteilnehmer abzuholen und ihnen ein theoretisches Fundament zu liefern. «Natürlich bringe ich dabei auch von mir aus Themen ins Spiel, oft um grössere Zusammenhänge aufzuzeigen. Aktuelle Trends wie Globalisierung, neue Technologien, aber auch Umweltschutz beispielsweise. »

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Kein Beamer!

Dabei agiert Wallimann ohne Powerpoint. Zwar liegen die Kursunterlagen als PP-Folien vor, aber im Unterricht kommt dieses Tool nicht zum Einsatz. «Mir ist immer mehr klar geworden, dass der Beamer zu einer Unterrichtsform führt, die ich nicht befürworte», erklärt er seine Wahl. «Ich bin kein Zampano, der vorne steht und die Welt erklärt.» Viel mehr suche er einen interaktiven Unterricht. «Die Leute haben ja die Unterlagen zur Hand, das ist ein Ausgangspunkt. Ausserdem habe ich eine Reihe von Plakaten zu verschiedenen Themen, die ich nach und nach ins Spiel bringe. So kann ich den Lernprozess situativ moderieren. Es kommt darauf an, einen möglichst hohen Grad an Aktivität zu generieren.» Je mehr der Studierende involviert sei, je aktiver er am Unterricht teilnehme, desto besser das Resultat. Im besten Fall sei der Dozent ein Diskussionsleiter.

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Praxisbezug

Wie praktisch alle erfolgreichen Dozenten betont Wallimann die Wichtigkeit des Praxisbezugs. Er selbst schafft ihn von Beginn weg, indem er jeweils anhand der Teilnehmerlisten die Websites der entsprechenden Unternehmen studiert. «So habe ich meistens schon im Voraus eine Vorstellung, was bei den einzelnen Teilnehmenden die besonders spannenden Themen sind.» Darüber hinaus kann Wallimann jederzeit auf seine eigenen Erfahrungen zurückgreifen – und auf die Bekanntschaft mit einer Vielzahl von Unternehmen. Denn als Dozent der FHNW ist er ohnehin in Kontakt mit interessanten Firmen, die er für Projekte seiner Studenten akquiriert. «Dadurch kenne ich in den meisten Fällen auch die Mitbewerber der Arbeitgeber meiner Kursteilnehmer», erklärt er verschmitzt.

Jürg Freudiger

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Der Dozent

Nach einem Elektroingenieur- Studium, verschiedenen Nachdiplom-Studien (u.a. executive MBA) und Weiterbildungen (u.a. Supervisor IFP) kann Hubert Wallimann auf eine Vielzahl von Kompetenzen verweisen. In verschiedenen Unternehmen hat er sich auch die nötige Erfahrung geholt. So war er Leiter des Bereichs Betriebstechnik und Projekte bei der Firma Alstom. Seit 1995 ist er Dozent und Projektleiter an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Seit 1998 arbeitet er zudem als selbständiger Berater in Fragen der Strategie und der Organisationsentwicklung in Unternehmen und Institutionen und als Meta-Consultant. Ausserdem ist er Lead-Experte für das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI in Anerkennungsverfahren für Bildungsgänge an Höheren Fachschulen.

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