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Eine andere Flughöhe

Mit der besten Note hat Manfred Winiger den Lehrgang zum Supply Chain Manager abgeschlossen. Dabei hat er lediglich zwei Module besucht und erschien übernächtigt zur Prüfung. Hier seine Geschichte.

«Dass es grad die beste Note von allen sein würde, das hat mich selbst wohl am allermeisten überrascht», sagt Manfred Winiger. «Als an der Diplomfeier mein Name aufgerufen wurde, war ich völlig perplex.»

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Seit 26 Jahren bei der Post

Winigers berufliche Karriere ist eng an die schweizerische Post gebunden. Er war in verschiedensten Positionen tätig, war mal Poststellenleiter, wechselte dann in den Verkauf. Vor rund 10 Jahren kam er zu Postlogistics und dort bald mal in den Bereich Lager (PL3). «Dort begegnete ich der Anforderung, die Ausbildung zum Logistik IT-Leiter zu absolvieren, was ich dann 2007/2008 auch gemacht habe», berichtet er. Winigers nächste Station war der Bereich KEP (Kurier Express Paket), wo er zum Leiter des Kompetenzzentrums Annahmeprozesse (PL22) wurde. Diese Position hat er bis heute inne.

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Ein Titel verschwindet

«Dann kam die Nachricht von GS1, dass der Titel eines Logistik-IT-Leiters in Zukunft nicht mehr angeboten würde, und dass man den entsprechenden Absolventen den neuen Abschluss zum SCM unter erleichterten Bedingungen offeriere.» Offenbar seien alle Absolventen der Logistik-IT-Leiter-Ausbildung von GS1 angeschrieben worden und es habe entsprechende Info-Abende gegeben. Unter seinen Kollegen sei zwar vereinzelt die Meinung vertreten worden, dass ihnen ein Titel «weggenommen» würde und dass ihnen folglich der neue Abschluss gratis hätte angeboten werden müssen. Er selbst aber habe die verkürzte und kostengünstigere Ausbildung als gutes und faires Angebot empfunden, berichtet Winiger. «Vor allem, dass man selbst bestimmen konnte, welche Module man besuchen wollte.»

Da für ihn selbst die Ausbildung noch nicht allzu lange her gewesen sei, habe er sich für lediglich zwei Module entschieden. Eine Kollegin sei sogar ganz ohne Kursbesuch zur Abschlussprüfung gegangen und habe ebenfalls bestanden.

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Neues Wissen

Tatsächlich sei der Unterschied der beiden Ausbildungen nicht riesig. «Vieles war Wiederholung oder dasselbe unter leicht anderem Blickwinkel.» Die eigentlichen Unterschiede sieht Winiger vor allem in der Flughöhe, wie er sagt: «Der Logistik-IT-Leiter sieht vor allem die Details in einem einzelnen Betrieb », erklärt er. «Als SCM hingegen betrachtet man die Sache aus einer übergeordneten Perspektive, die Zusammenhänge einer ganzen Supply Chain, den Warenfluss über mehrere Betriebe hinweg, die Wertschöpfungskette als Netzwerk. » Darüber hinaus seien im Kurs mehrere Teile hinzugekommen, die es im IT-Leiter-Kurs so nicht gegeben habe, namentlich der ganze Bereich Leadership. In einem einzigen Fall sei er enttäuscht gewesen, erzählt Winiger; das sei ein Modul gewesen, bei dem dieselben Folien gezeigt worden seien wie in der Logistik-IT-Leiter-Ausbildung. «Bei den meisten Teilnehmern lag dieser Kurs ja länger zurück, aber bei mir war das halt noch präsent.»

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Das Netzwerk, der Nutzen

«Fast am meisten profitiert habe ich ehrlich gesagt von den anderen Teilnehmern», berichtet Winiger weiter. Das sei schon sehr spannend, wie viele völlig unterschiedliche Branchen und Regionen da zusammenkommen. «Der Erfahrungsaustausch, die Diskussionen während der Gruppenarbeiten, aber auch in den Pausen, das ist schon extrem fruchtbar. Das gilt übrigens ganz genauso für die Begegnung mit der Pilotklasse, mit der wir ja teilweise den Kurs besuchten. Die waren zwar ein wenig jünger als wir, aber auch da waren das Begegnungen mit erfahrenen, spannenden Leuten.» Von dem Netzwerk, das auf diese Weise entstanden sei, werde man ganz sicher auch in Zukunft profitieren.

Ganz klar sei es von Vorteil, einen aktuellen und angesehenen Titel führen zu können, sagt Winiger. Er hätte durchaus Lust, damit auch mal seinen Marktwert zu testen, «aber im Moment habe ich an meinem Arbeitsplatz eine spannende Aufgabe.» Doch auch inhaltlich profitiere er sehr wohl vom Gelernten. Die Inputs bezüglich Leadership, das vertiefte Wissen und bessere Rüstzeug auf übergeordneten Ebenen, das gebe einem eine stärkere Position in Diskussionen, «man hat einfach mehr und bessere Argumente».»

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Und die Prüfung

«Ich war schon erstaunt, als ich meine Prüfungsergebnisse erhielt – und dann erst recht an der Diplomfeier; ich hatte wirklich gedacht, ich sei höchstens Durchschnitt», erzählt Winiger ohne gespielte Bescheidenheit. Am Tag der schriftlichen Prüfung sei er nach einem Nachtflug in Zürich gelandet und direkt nach Winterthur gefahren. «Dort habe ich auf der Wiese eine Stunde geschlafen und bin dann direkt ans Examen. Nach dreieinhalb Stunden habe ich mein Werk durchgelesen und hatte den Eindruck, da passe nichts, war aber zu müde zum Überarbeiten. Und auch die mündliche Prüfung ist nicht wirklich toll gelaufen, das war jedenfalls mein Eindruck. Aber offensichtlich hats gepasst.»

Interview: Jürg Freudiger

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