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Dann hat man's hinter sich

Die Pilotklassen der neuen GS1-Lehrgänge haben den ersten grossen Meilenstein passiert: Mit anspruchsvollen Prüfungen wurden die Basismodule abgeschlossen – eine Bewährungsprobe auch für die Zuständigen bei GS1!

Verantwortlich für die Durchführung der ersten Prüfungen ist Hans Bossard, der an dieser Stelle bereits vorgestellt worden ist (vgl. Nr. 4/2011). Er zieht ein positives aber auch kritisches Fazit: «Wir waren uns bewusst, dass diese Prüfungen sehr hohe Anforderungen stellen und dass wir für die nächste Generation einige Korrekturen anbringen müssen», berichtet er. «Aber die Herrschaften, die da jetzt durch mussten, haben sich ganz hervorragend geschlagen.» 

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Zwei Drittel erfolgreich

Mehrheitlich wurden die Prüfungen denn auch erfolgreich absolviert. Rund ein Drittel der Absolventinnen und Absolventen jedoch war in mehr als einem Modul ungenügend. Sie haben nun die Möglichkeit, die betreffenden Module im Herbst noch einmal prüfen zu lassen. Unterdessen bleiben sie in der Klasse, wo die Weiterbildung nun spezifisch abschlussbezogen fortgesetzt wird. «Es darf und soll eine Selektion stattfinden. Wir wollen Leute, die nach der Weiterbildung wirklich etwas zu bieten haben », sagt Bossard.

Geprüft worden sind die SSC-Basismodule. Das bedeutete für die Logistikfachleute dass sie an einem Tag sechs einstündige Modulprüfungen absolvieren mussten; bei der Höheren Fachprüfung (Logistikleiter und Supply Chain Manager) sogar sieben!

«Das war eigentlich zu viel aufs Mal» berichtet Marcel Bleiker, Klassensprecher der Logistikfachleute-Klasse in Winterthur. «Am Nachmittag liess die Konzentration arg nach. Bei uns ist man sich einig, dass man das auf zwei Tage verteilen muss.»

Daniel Ritzmann von der Logistikleiterklasse pflichtet zunächst bei: «Zwei Tage wären wohl schon angenehmer »; er fügt dann aber hinzu: «Andererseits hat man‘s auf diese Weise in einem Zug hinter sich.» Reto Fink schliesslich – er absolviert den SCM-Lehrgang – zieht ein anderes Fazit: «Klar, man ist sich nicht gewohnt, derart lange zu schreiben; der Arm beginnt zu schmerzen. Aber in unserer Klasse ist der Tenor eindeutig, dass man das so lassen kann.»

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Fächer unterschiedlich schwer

«Interessant ist, dass die Ergebnisse bei den Logistikfachleuten in der allerletzten Stunde am besten waren», erzählt Bossard. Das war im Modul «Selbstmanagement und Mitarbeiterführung», bei dem man auch bei den HFP-Absolventen geglänzt hat. Auf der anderen Seite hätten sehr viele Kandidaten mit dem Fach «Finanz- und Rechnungswesen» Mühe gehabt. «Das brauchen die meisten von uns im Betrieb eigentlich nicht und von daher war das praktisch für alle eine Herausforderung», erzählt Fink.

Ganz allgemein empfand man die Prüfungen als anspruchsvoll. Bleiker erzählt, dass für die meisten aus seiner Klasse bereits die Fragen schwer zu verstehen gewesen seien. Fink hingegen sagt: «Schlussendlich war‘s eine Prüfung wie jede andere auch. Es können ja nicht alle durchkommen! Und die Prüfung hat den Leistungszielen entsprochen, da ist man sich bei uns einig.» Ganz ähnlich klingt‘s bei den Logistikleitern: «Es sind Prüfungen, die diesen Namen verdienen. Absolut fair!», sagt Ritzmann.

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Die Vorbereitung

Einig ist man sich bei der Frage, ob der Unterricht einen gut auf die Prüfung vorbereitet habe. So sagt beispielsweise Ritzmann, dass die Dozenten mehrheitlich sehr präzis auf die Lernziele hin gearbeitet hätten. «Allerdings gab es Überschneidungen, etwa zwischen Prozessmanagement und Projektmanagement.» Fink pflichtet bei: «Diese beiden Fächer müsste man vielleicht zusammenlegen». Im Übrigen hätten die Leistungsziele immer im Vordergrund gestanden. «Einige Dozenten mussten am Schluss noch etwas Stoff nachholen», sagt er, «aber das ist verständlich, es ist immerhin eine Pilotklasse!»

Bezüglich Leistungszielen macht Bleiker eine Einschränkung. «Die sind kompliziert formuliert und wir hatten teilweise Mühe zu verstehen, was von uns erwartet wird.» Aber ansonsten pflichtet er seinen Kollegen bei: «Die meisten Dozenten haben uns bestens vorbereitet. Es sind wirklich Top-Leute, die die GS1 da hat. Und der Unterricht macht Spass.»

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Das Fazit

«Die Leistungsziele waren hoch angesetzt, das wussten wir», sagt Bossard. Er erzählt, dass sich die Verbände während der Erarbeitung dieser Ziele gegenseitig ein bisschen hochgeschaukelt hätten. «In diesem Fall haben die vielen Köche den Brei nicht verdorben, aber zu scharf angerichtet. Die entsprechenden Anpassungen sind bereits in Arbeit». Trotzdem ist sein Fazit positiv: «Die allgemeinen Grundlagen konnten vermittelt werden, die angestrebte Harmonisierung wurde erreicht, die gemeinsame Basis ist gelegt.»

Text: Jürg Freudiger

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Die Interviewpartner

Marcel Bleiker (26):
Stv. Teamleiter Zu-stellung bei der Post, besucht die Weiter-bildung zum Logistik-fachmann mit eidg. Fachausweis

Reto Fink (30):
Leiter Logistik und Stv. GL bei der Zibatra Geschäftshaus AG, besucht die Weiterbildung zum eidg. dipl. Supply Chain Manager

Daniel Ritzmann (31): 
Projektmanager und Business Analyst bei Swatch Group Services, besucht die Weiterbildung zum eidg. dipl. Logistikleiter 

Hans Bossard (63):
Mitglied der GL, Leiter des Bereichs Bildung, ist verantwortlich für die Pilot-Durchführung und Abschlüsse der neuen Studiengänge

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