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Konsignation konkret

In Wangen bei Olten betreibt Coop ein nationales Verteilzentrum. Dies war der Ort, wo sich rund 60 Supply-Chain-Fachleute zu einem OnSpot-Event von GS1 trafen. Thema war Coops Erfahrung mit dem Prozess der Konsignation. Absolventen von GS1-Lehrgängen konnten gratis teilnehmen.

Bei der Konsignation, auch «Vendor Owned Inventory» oder kurz VOI genannt, führt der Lieferant ein Lager bei seinem Kunden. Erst im Moment, in dem der Käufer die Ware aus dem Lager entnimmt, wird der Kauf realisiert.

Konkrete Erfahrungen bei Coop

Nach einer Einleitung von Valentin Wepfer, stellvertretender CEO GS1 Schweiz, in der er über Vorteile und Voraussetzungen von Konsignation generell sprach, übergab er das Wort an mehrere Fachleute, die von ihren konkreten Erfahrungen berichteten. Dmitry Proskurin, Supply Chain Manager von Coop, sieht den Vorteil vor allem darin, dass keine Doppellagerung erfolgt. Der Wegfall von einigen Gliedern in der Supply Chain bedeutet nicht nur eine Effizienzsteigerung, sondern auch eine Einsparung. Für die Einführung eines Konsignationsprozesses betonte er insbesondere die Bedeutung einer Detailprüfung, bei der die Kompatibilität der eingesetzten EDV-Mittel unter die Lupe genommen werden muss. Dies bestätigte Jacques Wira, Projektkoordinator EAN/EDI bei Coop in Basel. Als konkretes Einzelprojekt nehme Konsignation jeweils rund sechs Monate in Anspruch.

Die Sicht der Partner

Dann war die Reihe an Stephan Graf, Leiter SCM bei der Kambly SA. Als Lieferant von Coop hat sein Betrieb bereits 2005 VMI-Prozesse (Vendor Managed Inventory) eingeführt. Seit 2010 betreibt man nun auch Konsignation, vor allem für die Biskuits der Coop-Eigenmarken. Die Erfahrungen seien sehr gut, sagte Graf. Ein zweiter Konsignationspartner ist Valora Trade Switzerland. Das Unternehmen handelt mit so bekannten Marken wie Ferrero, Kellogg’s oder Bahlsen. CEO Peter Gmünder stellte in sehr offener Weise den Grund für die Einführung von Konsignation vor: Man hatte 2009 von Coop ungenügende Noten etwa bezüglich Planliefer-Logistik & Fördertechnik Nr. 5 • 12. Mai 2014 zeiten, Lagerumschlag und -reichweite erhalten. Diese Probleme konnten mittels VOI inzwischen behoben werden. Konsignation setze aber unbedingt einen kollaborativen Ansatz voraus. Wie man dabei konkret vorgegangen ist, zeigte Rolf Frankowski auf. Auch er als Leiter Supply Chain bei Valora Trade betonte, dass den vorhandenen EDI-Produkten grösste Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Eine rund 90-minütige eindrückliche Führung durch das Verteilzentrum sowie ein Networking-Mittagessen rundeten den gelungenen, äusserst informativen Anlass ab.

Das Feedback

Diesen Eindruck bestätigten die anwesenden Absolventen von GS1- Lehrgängen. Gregor Lenk, der gegenwärtig den Bildungslehrgang «Logistikfachmann » absolviert, betonte beispielsweise die Bedeutung des Einblicks in die Praxis beteiligter Firmen. «So kann man sich ein viel besseres Bild über die verschiedene Arten und Anwendungen der Wertschöpfungskette machen», sagte er, und weiter: «ein ebenfalls nicht zu unterschätzender Wert ist die Möglichkeit, Networking zu betreiben und sich mit Leuten aus allen Sparten und Segmenten der Logistik zu unterhalten.» Ähnlich positiv äusserte sich Martin Jenny, Absolvent des Lehrgangs zum «Supply Chain Manager». «Das in den Vorträgen vermittelte Wissen zur Konsignation war gründlich und praktisch ausgerichtet, sodass ich zu diesem Thema nun bestens informiert bin.» Besonders fasziniert habe ihn, dass die Erfolgsstory im Fall von Valora Trade mit einem Dissens begonnen habe: «Dass aus der ursprünglichen Abwehrhaltung eine für beide Seiten konstruktive Lösung geschmiedet werden konnte, ist bemerkenswert. Zudem war es ein hervorragendes Beispiel für die aktuelle und zukünftige Bedeutung des Supply Chain Managements. Für mich eine Bestätigung, dass ich mich für den richtigen Lehrgang entschieden habe.»

Logistik in Aktion

Jenny hat auch die Führung durch das Coop-Lager sehr geschätzt: «Vieles, was mir bisher in der Theorie begegnet ist, habe ich nun in Aktion gesehen. Das gibt dem Stoff eine neue Dimension.» Denselben Kurs wie Jenny besucht Uwe Schieferstein, und auch er zeigte sich von Logistics onSpot sehr angetan. «Es ist natürlich grossartig, dass wir diese Events gratis besuchen dürfen, aber ich wäre auch dabei, wenn sie etwas kosten würden. Sie werten nämlich das in der Ausbildung theoretisch Gebotene wirklich auf», sagt er. Konkret fand er Gefallen an der Einführung und der Klärung der Begriffe durch Valentin Wepfer und den praxisnahen Berichten von Beteiligten. «Die Vorteile von Konsignation waren für mich in der Theorie bei weitem nicht so greif bar wie in den Ausführungen der Betroffenen hier vor Ort!»
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