• Administration
    +41 58 800 74 00
  • GS1 System
    +41 58 800 72 00
  • Collaborative Supply Chain
    +41 58 800 73 00
  • Bildung
    +41 58 800 75 00
  • Marketing
    +41 58 800 77 00
  • Finanzen und Controlling
    +41 58 800 74 22
  • Kontakt
Section 1

Fazit: Premiere gelungen

«Logistik & Fördertechnik» hat während anderthalb Jahren die Pilotstudiengänge der GS1 begleitet, die nun abgeschlossen sind. Während die Absolventen nun mit Prüfungsaufgaben und Diplomprojekten beschäftigt sind, trafen wir die drei verantwortlichen Studienleiter am Sitz der GS1 Schweiz in Bern für ein erstes Resümee.

Section 2

L&F: Nach langen und intensiven Vorbereitungen konnten die Pilotlehrgänge im Herbst 2010 starten. Nun sind sie vorüber. Was ist Ihre erste Bilanz?

Franco Miani: Ich denke, wir haben bei den Logistikleitern einen guten Start hingelegt. Wir selbst sind zufrieden und die Feedbacks der Absolvierenden und Dozenten sind ebenfalls sehr erfreulich ausgefallen.

Hans Bossard: Auch bei den Supply Chain Managern ist das problemlos über die Bühne gegangen. Das war eine speziell gute, sehr motivierte Klasse. Für eine Pilotphase ist das extrem gut abgelaufen.

Mario Rusca: Bei den Logistikfachleuten ist es vielleicht ein klein wenig turbulenter zu und her gegangen, was vielleicht auch mit der Klassengrösse zu tun hatte. Aber die Eingriffe, die wir vornehmen mussten, hätten genauso gut in einem «normalen» Ausbildungsgang nötig sein können. Als Premiere, die ohne Hauptprobe über die Bühne musste, ist auch unser Lehrgang problemlos verlaufen.

L&F: Die eigentliche Aufgabe der Lehrgänge ist es ja, die Kandidaten auf die neu konzipierten Prüfungen vorzubereiten. Was ist denn eigentlich alles neu?

MR: Bei den Fachleuten vor allem die Erarbeitung der Fallstudien in Zweierteams der Prüfungskommission und die übergreifenden Themen. Zudem bildet die SSC Prüfung zum Erlagen des SSC Zertifikats eine zusätzliche Herausforderung für die Kandidaten.

FM: Im Fall der Logistikleiter gibt es neu ein Gruppen-Assessment, bei dem wir den Kandidaten ziemlich auf den Zahn fühlen. Auch ist neu die Themenwahl für die Diplomarbeiten praktisch vollkommen frei. Hier hat die Prüfungskommission hervorragende Unterstützungsarbeit geleistet, um die Kandidaten auf diese Aufgabe vorzubereiten.

HB: Bei den Supply Chain Managern ist vor allem das Assessment zu nennen. Es geht uns darum, die Leute in ihrer Funktion zu erleben und damit die BBT-Forderung nach handlungsorientierten Prüfungen zu erfüllen. Es wird vier Stunden lang in Vierergruppen geprüft. Die einzelnen Kandidaten haben innerhalb der Gruppe abwechselnd verschiedene Funktionen. Die Experten wurden dafür einen Tag lang geschult; auch haben wir ein eigenes iPad-Tool mit Beurteilungskriterien entwickelt; es ermöglicht eine übersichtliche und sehr strukturierte Notengebung.

L&F: In den Lehrgängen selber: Was hat sich bewährt, was vielleicht etwas weniger?

FM: Ich denke, der Aufbau und die Sequenzierung der Module waren ideal. Besondere Highlights waren sicher die Planspiele und die Prüfungsvorbereitungs-sequenz. Hingegen gab es im ersten Semester, also bei den sogenannten SSC-Modulen ein paar Redundanzen. So überschnitten sich die Qualitäts- und Prozessmanagement teilweise; das haben wir bereits angepasst.

MR: Die SSC-Module haben sich aber auch bewährt! Bei den Fachleuten bildeten die zwar einen echt steilen Einstieg. Dies vor allem, weil sie halt recht theoretischer Natur sind und unsere Leute teilweise lange nicht mehr auf der Schulbank gesessen sind. Aber in den folgenden Semestern hat sich dann gezeigt, dass dieser Einstieg richtig und sinnvoll ist. Der eminent wichtige Praxisbezug wird mit ausgewählten Betriebsbesichtigungen zusätzlich unterstützt.

HB: Der Praxisbezug kann natürlich auch von den Studierenden geschaffen werden, indem sie sich selbst organisieren, beispielsweise für gegenseitige Betriebsbesichtigungen. Das sollte vermehrt geschehen und dementsprechend gefördert werden.

L&F: Ihre Statements klingen, als ob Sie nah am Geschehen dran gewesen sind?

FM: Unbedingt! Dass wir das sind, ist Teil unseres Qualitätsmanagements. Die Qualitätskontrolle ist institutionalisiert: Da gibt es einmal die Teilnehmerfeedbacks nach jedem Modul, dann die Studienleiterbesuche, die natürlich eine etwas andere Sicht auf den Unterricht ergeben. Und schliesslich die Gesamtbeurteilungen ganz am Schluss, die wir bereits erhalten haben und die ebenfalls positiv ausgefallen sind.

HB: Wir haben praktisch sämtliche Dozenten besucht. Das ist wichtig, denn nur so können wir sie in methodischer Hinsicht beurteilen.

MR: Sehe ich auch so, der konkrete Eindruck ist sehr wichtig. Bei uns gab es einen Fall, bei dem die Studierenden negative Rückmeldungen gaben. Das hat sich dann bei meinem Besuch bestätigt. Der Dozent verfügte zwar über immenses Fachwissen, hat das aber methodisch-didaktisch nicht auf die entsprechende Stufe runter brechen können. In solchen Fällen drängt sich unter Umständen auch ein Wechsel des Dozenten auf, was wir in dieser Situation auch gemacht haben.

FM: Wir haben rasch und gewinnbringend reagiert. Das gilt auch für einen ähnlichen Fall bei den Logistikleitern.

HB: Man darf aber auch sagen, dass die Messlatte für einen guten Dozenten bei uns hoch liegt. Und – die Teilnehmenden nehmen zudem noch Mass an den Besten. Das erhöht die Ansprüche.

L&F: Wie geht es nun weiter? Brauchen die Kurse ein Redesign?

HB: Überhaupt nicht, die nötigen kleinen Anpassungen haben wir ja jeweils gleich vorgenommen. Die einzige grössere Geschichte, die vielleicht zu diskutieren sein wird, betrifft das SSC-Modul «Supply Chain Management». Zumindest einer unserer Partnerverbände ist der Meinung, dass das nicht ins erste Semester gehört.

FM: Und sonst handelt es sich ausschliesslich um Finetuning, das wir mehrheitlich bereits vorgenommen haben. Die Lehrgänge sind ja inzwischen bereits in der vierten, beziehungsweise beim Supply Chain Manager in der zweiten Generation.

L&F: Dann kann man sagen, dass GS1 Bildung ein positives Fazit zieht.

FM: Durchs Band positiv, ja!

Interview: Jürg Freudiger

Download PDF-Datei

Section 3
Section 4
Section 5
Section 6
Section 7
Section 8
Section 9
Section 10
Section 11
Section 12
Section 13
Section 14
Section 15
Section 16
Section 17
Section 18
Section 19
Section 20
Section 21
Section 22
Section 23
Section 24
Section 25