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Section 1

Koteletts, Maschinenteile und Personenkilometer

Egal was produziert wird, einige Dinge bleiben stets gleich. Diese bilden das Thema der Produktionslogistik, einem der Module der neuen Studiengänge. Dozent ist Markus Christoph Krack, ein ausgewiesener Kenner der Materie, in Theorie und Praxis gleichermassen.

Vor über 10 Jahren wechselte Markus Krack aus der Industrie in die Lehre. Zuletzt hatte er für die Injecta Druckguss AG einen eigenständigen Geschäftsbereich «Engineering» aufgebaut und geleitet, was im Rahmen von Entwicklungsprojekten und Vorträgen Kontakte zur Fachhochschule mit sich brachte. Zunächst wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der heutigen FH Nordwestschweiz. Dort ist er seither an der Hochschule für Technik, am Institut für Produkt und Produktions-engineering in verschiedenen Funktionen tätig. Er leitet Forschungsprojekte, betreut Projektarbeiten und Bachelorthesen, arbeitet in hochschulübergreifenden Gremien mit und ist Inhaber verschiedener Lehraufträge. Seit 2009 leitet er zudem den Technologietransfer der Fachhochschule und der Aargauischen Industrie- und Handelskammer, das so genannte FITT (Forschung-, Innovation- und Technologietransfer). Für die GS1 ist er als Dozent für Produktionslogistik sowie Logistik und Informatik tätig.

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Für die GS1 im Einsatz

Diesbezüglich sei er vom Studienleiter eines Masters of Advanced Studies angesprochen worden. «Ich wurde schliesslich 2005 von Hans Bossard engagiert und habe dabei festgestellt, dass man dort die Dozenten sehr sorgfältig auswählt», erzählt Krack. Er finde es bis heute sehr anspruchsvoll, für GS1 tätig zu sein. Man lege grossen Wert auf ausgezeichnete Vorbereitung; Drehbücher und Foliensätze würden begutachtet «Aber auch der Unterricht selber wird regelmässig überprüft, es gibt klare Leitplanken. Ich finde das gut, aber es ist insgesamt schon recht aufwendig», sagt er.

Er unterrichte allerdings sehr gerne, und von den Studenten werde sein Engagement, seine Lebhaftigkeit und sein Humor geschätzt. Das sei umso wichtiger, als seine Materie durchaus einige trockene Seiten aufweise, wie er scherzhaft anmerkt.

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Nach neuem Konzept

In den neuen Studiengängen unterrichtet er das Modul Produktionslogistik und dies einerseits am Lehrgang für Logistikfachleute und andererseits an demjenigen für Supply Chain Manager. «Es ist nicht so, dass ich mein Modul komplett neu hätte gestalten müssen oder dass neue Inhalte hinzu gekommen wären. Aber ich habe das neue Konzept zum Anlass genommen, mein Material einmal von Grund auf neu zu arrangieren – und das hat sich gelohnt.»

Das Modul dauert vier Tage. Es geht in einem ersten, als Praxistag gestalteten Durchgang zunächst um die Grundlagen. Es folgt ein Tag mit Begrifflichkeiten: Was genau bedeuten etwa «Kapazität», «Auslastung», «Durchlaufzeit»? Am dritten Tag stehen Planungs- und Steuerungsverfahren auf dem Programm. Den Abschluss bildet die Erörterung betriebswirtschaftlicher Aspekte: Wie kann man Kostentreiber beeinflussen? Was bedeutet es, dass Ware in Arbeit immer gebundenes Kapital darstellt?

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Theorie und Praxis

Aber lassen sich Produktionsabläufe überhaupt auf einer allgemeinen Ebene abhandeln? Ist nicht jedes Produkt einzigartig und erfordert eigene Prozesse? «Es gibt eben viele Aspekte, die sich in keiner Weise ändern, ob Sie nun Koteletts, Maschinenteile oder Personenkilometer produzieren. Sie haben immer eine interne Planung, die in jedem Prozess praktisch gleich aussieht: Wann muss wie viel von was wo sein? Welches Rohmaterial braucht es? Welche Hilfsmittel? Wie läuft der Informationsfluss? Wie lange dauert ein bestimmter Ablauf? Wie gelangt Ware von A nach B? Viele dieser Aspekte lassen sich in Schemata ausdrücken und für die meisten gibt es mathematische Formeln, die sehr nützlich sind.»

Genau mit diesen hätten allerdings viel Studierende ihre liebe Mühe. Anders als an der Fachhochschule, wo der Bildungshintergrund fundierter sei und wo die Studierenden allfällige Lücken selbstständig aufarbeiteten, sei es bei den Logistikstudiengängen so, dass man mathematische Grundlagen sehr behutsam einführen und aufpassen müsse, dass nicht Einzelne den Anschluss verpassen.

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Einführung am lebenden Objekt

Umso wichtiger sei, dass man entscheidenden Stoff konsequent repetiere und vertiefe. Und noch wichtiger sei der ganz konkrete Praxisbezug. Hierbei sei der einführende Praxistag besonders wichtig. «Oft gibt es in einer Klasse mehrere Vorschläge, die Teilnehmenden sind oft sogar stolz, «ihren» Betrieb vorstellen zu können. Meistens gibt es am Morgen einen Rundgang, gefolgt von einer Betriebspräsentation durch ein Kadermitglied.» Im Folgenden werde das Gesehene aufgearbeitet und am Nachmittag mit Unterricht direkt vor Ort vertieft. «Auf diese Erfahrungen kann ich dann während der folgenden Modultage jeweils zurückgreifen und so sehr konkret werden lassen, was auf den ersten Blick vielleicht allgemein und abstrakt erscheinen mag. Jedenfalls machen die Studierenden jeweils extrem gut mit und sind im Unterricht sehr wissbegierig und lebhaft.»

Interview: Jürg Freudiger

Der gebürtige Deutsche lernte ursprünglich technischer Modellbauer. Es folgte eine Berufsmatur, danach studierte Markus Krack Maschinenbau- Fertigungstechnik. Während eines Praxissemesters gelangte er 1990 in die Schweiz zur aargauischen Firma Injecta. Dort war er die nächsten zehn Jahre in verschiedenen, zunehmend verantwortungsreichen Positionen im Bereich der Giessereitechnik tätig. Seine wachsenden Beziehungen zur Fachhochschule in Windisch bewirkten schliesslich im Jahr 2000 einen Wechsel in den Dozentenberuf.

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