• Administration
    +41 58 800 74 00
  • GS1 System
    +41 58 800 72 00
  • Collaborative Supply Chain
    +41 58 800 73 00
  • Bildung
    +41 58 800 75 00
  • Marketing
    +41 58 800 77 00
  • Finanzen und Controlling
    +41 58 800 74 22
  • Kontakt
Section 1

Konjunktur als Schnippselübung

Wer eine Weiterbildung besucht, möchte möglichst praxisrelevantes Wissen erwerben. Der Bezug zum eigenen Tun ist jedoch nicht immer auf Anhieb ersichtlich. Dass man auch in diesem Fall erfolgreich unterrichten kann, zeigt der langjährige GS1-Dozent Thomas Wettach.

Das Fach Volkswirtschaftslehre gehört einerseits zu den Basismodulen der SSC-Lehrgänge. Andererseits sind seine Bezüge zur Logistik nicht dermassen evident wie in anderen Fächern. "Tatsächlich gehen die Teilnehmenden meines Moduls am folgenden Montag nicht mit anwendbarem Know-how in den Betrieb", berichtet Thomas Wettach. "Der direkte Nutzen mag ihnen zunächst sogar recht gering erscheinen." Und trotzdem ist das Fach unabdingbar.

Section 2

Zusammenhänge verstehen

Die Volkswirtschaft beschäftigt sich mit einer Gesamtwirtschaft, klassischerweise eines einzelnen Landes, mit zunehmender Globalisierung aber auch mit der Wirtschaft der ganzen Welt. "Einer der Megatrends der globalen Wirtschaft ist es, dass zunehmend immer dort produziert wird, wo es am billigsten ist", erläutert Wettach. "Das erzeugt grosse Warenströme, ein klassisches Thema der Logistik." Auf der anderen Seite seien immer mehr Informationen immer besser verfügbar: "Ein Logistiker in der Schweiz hat heute ohne weiteres Zugriff auf Lagerbestände in China. Aber auch die Eurokrise ist ein gutes Beispiel. Das alles sind Zusammenhänge und Hintergründe, über die ein Logistikleiter und sogar ein Logistikfachmann heute Bescheid wissen muss, um erfolgreich zu sein. Es sind eigentlich gesellschaftliche oder gar politische Themen, aber sie sind extrem wichtig und letztlich sehr wohl praxisrelevant."

Section 3

Motivierte Studierende

Es bereitet Thomas Wettach denn auch keine Mühe, seinen Studierenden diese Themen plausibel zu machen. Immer wieder sei er beeindruckt vom Wissensdurst, den sie an den Tag legen und von der Seriosität, mit der sie an die Arbeit gehen. "Klar, sie zahlen für diese Kurse, wollen etwas bekommen. Aber oft erfordert ein präzises Verständnis beispielsweise mathematisches Know-how, welches vielen nicht präsent oder gar völlig fremd ist." Hier die nötige Motivation aufzubringen, das sei eine Leistung. Und dementsprechend sei man als Dozent gefordert. «Deshalb ist es sehr wichtig, mit einer guten Didaktik ausgestattet zu sein", sagt Wettach. "Ich arbeite nach dem sogenannten Sandwich-Prinzip und wende über 17 verschiedene Methoden an." Dabei werden den Lernenden zunächst Inputs gegeben, und zwar während einer Phase, die maximal 13 Minuten dauert." Danach erhielten die Studenten einen Auftrag. Und schliesslich wird die Lernphase abgeschlossen, indem beispielsweise die erreichten Resultate durch den Dozenten zusammengefasst werden.

Section 4

Anforderungen der Wirtschaft

"Mein zweitägiges Modul ist konsequent an die in der Prüfungsordnung formulierten Leistungsziele gekoppelt", erklärt Wettach. Sie entsprechen den Anforderungen der Wirtschaft und es sei der Job des Dozenten, diese abstrakten Lernziele mit Inhalt zu füllen. Eines dieser Lernziele betrifft das Thema Konjunkturzyklen und steht am 15. März in einer Klasse von Logistikfachleuten auf dem Programm. Wettach erläutert zunächst anhand einer Folie einige grundlegende Begriffe sowie die Auswirkungen, welche in den einzelnen Phasen zu erwarten sind. Danach folgt eine Übung: Die Teilnehmer müssen rund 30 Begriffe aus einem Blatt ausschneiden und auf einer Konjunkturkurve anordnen. "Eine so genannte Schnippselübung", erklärt Wettach. "Da man dabei selber aktiv ist, wird über das limbische System ein Lernprozess ausgelöst. So prägen sich die zu lernenden Ausdrücke besser ein."
Section 5

Das Sandwich

Er habe zu jedem Lernziel ein oder höchstens zwei Folien, die er jeweils erläutere, erzählt Wettach. Der eigentliche Lernprozess finde aber während den zugehörigen Übungen statt. Dabei handelt es sich manchmal um Gruppen-, manchmal um Einzelarbeiten oder solche, die man zu zweit am besten erledigen könne. Während die Ergebnisse auf den Blättern der Teilnehmenden Gestalt annehmen, macht Wettach die Runde, stellt hier eine Frage, klärt dort ein Missverständnis. Zum Schluss gehts wieder ins Plenum; dort fasst der Dozent einige wichtige Punkte zusammen und stellt Zusammenhänge zu früher gelerntem Stoff her. "Die bereits erwähnte Sandwich- Methode, ein sehr effizientes didaktisches Prinzip", erläutert er.

Section 6

GS1 als Auftraggeber

Über die GS1 äussert sich Wettach positiv. Die Institution positioniere sich als Topanbieter und verlange dementsprechend viel von Dozenten, von Studierenden – und von sich selber. "Es zeichnet die GS1 aus, dass sie versucht, selber eine lernende Organisation zu sein und die Qualität ständig zu verbessern", sagt Wettach. Als Dozent sei man zwar grundsätzlich eine One- Man-Show, aber er fühle sich gut unterstützt.

Jürg Freudiger

Download PDF-Datei

Section 7

Der Dozent

Thomas Wettach verfügt sowohl über pädagogische Hintergründe wie auch über langjährige Logistikerfahrung im In- und Ausland. Er ist seit mehr als zehn Jahren für GS1 tätig, zunächst als Experte, später als Dozent in diversen Lehrgängen. Heute konzentriert er sich bei GS1 auf die Volkswirtschaftslehre.

Section 8
Section 9
Section 10
Section 11
Section 12
Section 13
Section 14
Section 15
Section 16
Section 17
Section 18
Section 19
Section 20
Section 21
Section 22
Section 23
Section 24
Section 25