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Section 1

Countdown läuft

Wenige Wochen vor dem Abschluss des Studiengangs bildet die Prüfung das beherrschende Thema unter den Logistikfachleuten. Bin ich gut vorbereitet? Welchen Stoff muss ich noch aufbereiten? Was wird genau verlangt? Wie läuft das Ganze ab?

Für manche Teilnehmer liegt die letzte Abschlussprüfung Jahre zurück. Umso dankbarer sind sie für alles, was sie konkret auf die kommende Situation vorbereitet. Diesem Umstand wird GS1 mit einem zweitägigen Prüfungsworkshop gerecht. Durchgeführt wird er von Thomas Widmer.

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Die Ängste nehmen

«Den Einstieg mache ich mit einer Zettelsammlung: Alle Teilnehmenden schreiben Sorgen, Ängste und konkrete Fragen auf einen Zettel», berichtet Widmer. «Die Themen reichen vom Umgang mit Nervosität über Zeitnot für die Vorbereitung bis zur Frage, ob das Pult an der schriftlichen Prüfung gross genug ist für die eigenen Ordner. Mein Ziel ist es dann, dass wir am Ende der beiden Tage alle Zettel mit einem Haken versehen können.»

Den ersten Tag verbringt Widmer zunächst mit der Wegleitung für die Prüfung. Er erläutert die Notenzusammenstellung und erklärt, welches Material zugelassen ist. Zu diesem «Theorieteil» gehören auch ganz konkrete Prüfungstipps, so etwa die Anreise bereits am Vortag, die angemessene Kleidung oder das Verhalten zwischen den einzelnen Prüfungen.

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Prüfung, ganz konkret

Aber der Prüfungsworkshop beinhaltet auch praktische Elemente. So wird beispielsweise eine Fallstudie, wie sie an den schriftlichen Prüfungen auftauchen wird, eins zu eins durchgespielt. Nach zwei Stunden werden die Lösungen in den Gruppen durchdiskutiert. «Musterlösungen gibt es nicht», sagt Widmer, «obwohl viele Studierende das gerne hätten. Doch das entspräche nicht der Realität. Mit dieser Unsicherheit muss man umgehen können, das gehört dazu.»

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Das Rollenspiel

Auch die mündliche Prüfung wird möglichst realitätsnah durchgespielt. Man erarbeitet sich mögliche Expertenfragen und dann spielen zwei Studierende die Experten und einer gibt den Prüfling. Die Situation wird während der realen 30 Minuten durchgespielt. Es herrscht gespannte Ruhe in der ansonsten lebendigen Klasse, während der «Kandidat» die Fragen der «Experten » zum Thema Teilprojektleitung beantwortet; dazu zeichnet er hin und wieder etwas auf dem Flipchart auf. Die «Experten» haken nach, lassen sich Begriffe erklären. Beide Seiten machen ihre Aufgabe gut und erhalten von den Mitstudierenden Applaus.

Auch Widmer lobt die Vorstellung und greift dann verschiedene Aspekte auf. «Wenn ihr etwas zeichnet, dann sprecht nicht gleichzeitig, sondern lasst eurer anderen Hirnhälfte dabei etwas Erholung», sagt er beispielsweise. Oder betont, dass man nicht versuchen soll, zu bluffen: «Schaumschläger kommen nicht durch». Er erläutert, dass man aktiv zuhören soll und Rückfragen stellen kann, dass man sich nicht mit Fremdwörtern ein Bein stellen soll und vieles mehr.

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Der Workshop kommt an

Die Reaktionen der Studierenden auf diesen Workshop sind einheitlich positiv. Es sei sehr viel wert, eine Vorstellung zu haben, wie sich die Experten etwa verhalten werden, heisst es etwa. Es sei sinnvoll, sich ein möglichst konkretes Bild von der kommenden Situation machen zu können.

Und auch der Blick auf die vergangenen drei Semester fällt praktisch ausschliesslich positiv aus. Man habe jetzt keinen Tunnelblick mehr, sondern sehe Zusammenhänge, habe ein breiteres Wissen, sagt einer. 

Ein ähnliches Resümee zieht Klassensprecherin Janine Zürcher: «Die Dozenten waren mehrheitlich hervorragend, kompetent und erfahren. Es gab auch Ausreisser, manche führen einen Folienkrieg, manchen ist es nicht recht gelungen, alles auf unser Niveau herunter zu brechen, aber insgesamt haben wir alle extrem profitiert», sagt sie. Und auch sie ist sicher, dass der Prüfungsworkshop eine gute Sache ist. «Das muss man unbedingt beibehalten!»

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Der zweite Tag

Der zweite Tag des Workshops bildet dann gleichzeitig den letzten Tag, an dem die Absolventen zusammen Schule haben. «Am Morgen steht der Prüfungsteil «Fragenkatalog » auf dem Programm», erzählt Thomas Widmer: Auch dies eine zweistündige Einzelarbeit, die dann in der Gruppe diskutiert wird. Zudem wird die Klasse ein letztes Mal vom Verantwortlichen der GS1 Schweiz, Mario Rusca, besucht. Am Nachmittag steht noch einmal ein Rollenspiel mit einem Expertengespräch auf dem Programm. Danach gibt es ein Apéro. «Das haben sie sich verdient, sie sind schliesslich zum letzten Mal als Klasse zusammen», sagt Widmer.

«Den Prüfungsworkshop muss man unbedingt beibehalten.»

Der Dozent

Der St. Galler Thomas Widmer, Jahrgang 1982, kann bereits auf beträchtliche Erfahrung verweisen. Nach einer Lehre als Polymechaniker liess er sich zum eidg. dipl. Fertigungsfachmann weiterbilden und danach zum Techniker HF  Maschinen-bau/Fertigung. Dementsprechend verlief sein beruflicher Aufstieg. Seit jüngstem ist er bei der international tätigen Technologiegruppe Bühler AG in Uzwil als Leiter der  Grossteilfertigung aktiv. Widmer ist als Experte in verschiedenen Funktionen engagiert und als Dozent unter anderem an der ZbW in St.Gallen tätig. Für die GS1 unterrichtet er auch das Modul Materialwirtschaft.

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