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«Polysportiver» Unterricht

Beschaffungslogistik ist ein klassisches Glied jeder Wertschöpfungskette. Daniel Priore unterrichtet ein entsprechendes Modul bei den angehenden Logistikfachleuten. Für «Logistik & Fördertechnik » gibt er Auskunft über seine Erfahrungen als Dozent der GS1 Schweiz.

Herr Priore, wie sind Sie Dozent geworden?

Während meiner Ausbildung zum Logistikfachmann und später zum Logistikleiter habe ich bei GS1 Schweiz verschiedene Dozenten kennengelernt, die mit Freude unterrichteten und die mich begeistert haben. Ich hatte Lust, sowas auch zu tun und mein Interesse signalisiert. Das wurde von GS1 Schweiz aufgenommen und ich profitierte von ihrer Förderung. Ich durfte die Laufbahn vom Prüfungsexperten zum Dozenten durchlaufen, selbstverständlich inklusive der hauseigenen Zusatzausbildung «Methodik und Didaktik».

Wie würden Sie das Thema Beschaffungslogistik einem Laien erklären?

Beschaffungslogistik ist zunächst eigentlich nichts anderes als ein normaler Einkauf im Alltag. Der Kühlschrank will gefüllt sein. Ich überlege, wo eine Ware in einer bestimmten Qualität am günstigsten zu haben ist und welche Wege ich zur Beschaffung auf mich nehmen will. Ich muss aber auch eine Vorstellung haben, was wie lange haltbar ist und so weiter. Solche Einstiege in die Thematik sind dankbar, denn die Studierenden fühlen sich dann rasch zu Hause. Ausserdem spüren sie, dass ich nicht irgendein abgehobener Akademiker bin, sondern dieselbe Ausbildung gemacht habe wie sie.

Sicher ein guter Einstieg. Wie gehts dann weiter? Erzählen Sie von Ihrem Modul.

Es dauert vier Tage. Ich behandle zunächst das Thema Marktbedingungen, dann die Frage, wo die Beschaffung in der Logistikkette einzuordnen ist. Dann gibts einen Block zum Bereich Beschaffung: Strategien, Politik, Marktforschung. Danach gehts um Sourcing- Strategien: Single versus Multiple Sourcing, Global versus Local Sourcing usw. Später geht es um das Lieferantenmanagement. Den Abschluss bildet ein Block über Kostensenkungsmassnahmen.

Gibts in diesem Fachbereich eigentlich Trends?

Beschaffungslogistik ist durchaus im Wandel, ja. Durch das Auftreten des E-Markets ist die Angelegenheit nicht nur globaler geworden, sondern auch immer schneller, der Kostendruck steigt extrem. Die Informationsflüsse ändern sich unter diesen Bedingungen natürlich auch. Und hinzu kommt das Thema Kriminalität, welches im Cyberspace ganz neue Qualitäten und Dimensionen hat.

Wie erleben Sie Ihre Klassen von angehenden Logistikfachleuten?

Interessant ist der ausserordentliche Mix aus unterschiedlichsten Bereichen, den man antrifft. Es kommt ein riesen Know-how zusammen, viele sind gut eingebunden im Geschäft und haben einen soliden Background. Selbstverständlich können sich die Studierenden mit eigenen Themen einbringen. Und der Dozent lernt dann natürlich mit.

Sie unterrichten also nicht frontal?

Im Gegenteil, ich lege Wert darauf, dass der Unterricht interaktiv ist. Durch die unterschiedlichen Hintergründe der Studierenden wird das dann jeweils eine «polysportive Veranstaltung». Ich bringe auch sehr viele Beispiele aus der Praxis und greife Beispiele aus der Arbeitswelt der Teilnehmenden auf. Die Theorie steht im Buch, im Unterricht gehts um Konkretes. Auch sorge ich dafür, dass eine entspannte Atmosphäre herrscht, in meinen Stunden wird auch immer mal wieder gelacht.

Wirds denn nie schwierig im Unterricht?

Die Leute geben viel Zeit her, die eigentlich Freizeit ist. An einem sommerlichen Samstagnachmittag um 16 Uhr kann das schon spürbar werden. Sie werden ungeduldig. Da ist dann der Dozent wirklich gefordert.

Aber Sie erhalten erfreuliches Feedback?

Ja, in den Pausen, am Mittag. Und selbstverständlich schaut man sich auch Prüfungsergebnisse an. Letztlich zeigt sich ja hier, ob man erfolgreich unterrichtet hat. Aber auch die schriftlichen Feedbacks, die GS1 Schweiz von den Absolventinnen und Absolventen einholt, schaue ich genau an. Ich darf, glaub ich, wirklich zufrieden sein.

Wie erleben Sie denn die GS1 Schweiz ganz allgemein als Auftraggeber?

Das läuft wirklich gut. Die GS1 Schweiz agiert sehr fair und sehr professionell.

Interview: Jürg Freudiger
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Der Dozent

Daniel Priore, Jahrgang 1970, hat sich nach einer Grundausbildung im Detailhandel konsequent und stetig weitergebildet. Er absolvierte die Ausbildung zum Logistikfachmann, bald danach folgte der Logistikleiter. Während dreizehn Jahren war er Leiter Einkauf bei der Mars Inc. in Zug. 2008 wechselte er zu Tobler Haustechnik, einem namhaften Grosshändler in Urdorf. Dort leitete er zunächst den Bereich Beschaffungslogistik und Inventory Management. Seit Dezember 2013 agiert er nun als Leiter Logistik & Supply Chain. Im Auftrag der GS1 amtete er fünf Jahre lang als Prüfungsexperte, seit 2008 ist er Dozent.

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