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Erweiterung des Horizonts

Seit Dezember gibt es auf dem Logistikmarkt eine neue Art von Fachleuten: die Supply Chain Managers mit eidgenössischem Diplom. Reto Fink ist einer von ihnen. Nach dem insgesamt zwei Jahre dauernden Lehrgang zieht er Bilanz.

Herr Fink, seit einigen Tagen haben Sie den Abschluss in der Tasche. Wie fühlen Sie sich?

Bestens. Es ist der Lohn nach über zwei Jahren doch harter Arbeit und grosser Belastung. Ich hatte ja gleichzeitig mein erstes Jahr als Geschäftsleiter – ohnehin mehr als ein Hundertpozent-Job.

Wie haben Sie den Abschluss erlebt? Die ersten Teile der Prüfungen waren ja bereits im Frühling.

Richtig, und die waren sehr interessant. Die GS1 hat v.a. eine neue Form der Prüfung gewählt, das Assessment. Ein Team von drei Kandidaten musste drei Problem-komplexe einer fiktiven Firma angehen. Dabei hatte man wechselnde Rollen. Wie im richtigen Leben galt es, eine ausgewogene Mischung an Teamwork und Leadership zu finden, musste auf die Kollegen Rücksicht nehmen, sich auch mal zurücknehmen und so weiter.

Dann mussten Sie die Diplomarbeit schreiben und diese wurde nun noch geprüft. Wie haben Sie das erlebt?

Ebenfalls spannend. Ich stelle mir vor, dass die Arbeit als Experte auch eine Herausforderung ist, sich in ein solches Thema einzuarbeiten und sich ein Bild zu machen. Aber das Expertenteam hat meine Arbeit gut durchleuchtet und fundierte Fragen gestellt. Ich bin teilweise richtig bombardiert worden und musste ziemlich sattelfest sein. Ich fand auch das eine gute Form der Prüfung.

Was war denn das Thema?

Es ging um die Erweiterung der Serviceleistungen bei uns im Haus. Wir haben einen Kunden, der unter anderem Fahrräder verkauft. Sie werden bei uns angeliefert, wir packen sie aus, montieren sie und liefern sie dem Kunden verkaufsfertig aus. Nun stellt sich die Frage, wo eine allfällige Reparatur ausgeführt wird. Dezentral in allen Filialen des Kunden? Nur in einigen grossen, spezialisierten Filialen? Oder eben zentral bei uns im Haus. Ich habe aufgezeigt, dass diese letzte Variante die wirtschaftlichste ist und für den Endkunden die komfortabelste. Eine besondere Knacknuss war dabei der Informationsfluss zwischen dem Endkunden via Detaillisten zur Zibatra und zurück.

Setzen Sie das nun auch um?

Ich hoffe doch, bin aber fest davon überzeugt, dass diese Variante der zentralen Reparatur- und Servicewerkstatt Zukunft hat. Sie soll unseren Kunden und nicht zuletzt auch der Zibatra einen Mehrwert bringen.

Wenn Sie jetzt auf die ganzen zwei Jahre zurückblicken, hat es sich gelohnt?

Ich persönlich finde: Ja, es hat sich gelohnt. Ich konnte meinen Horizont ganz sicher erweitern; auch buchstäblich, der Lehrgang bot einen Blick über die Landesgrenzen, den ich bei Zibatra nur selten habe. GS1 hat nun aber die Aufgabe, dem Diplom auch einen gebührenden Stellenwert zu sichern, den SCM zu positionieren.

Wie würden Sie den Supply Chain Manager denn positionieren?

Es ist eine Ausbildung mit Zukunft. Der SCM denkt über einzelne Wertschöpfungs-prozesse hinaus. Der Einkaufsleiter, der Produktionsleiter, der Logistikleiter, sie alle agieren fachlich hochstehend, sind aber im Detail behaftet. Der SCM kann dank seines Überblicks für ein reibungsloses Zusammenspiel sorgen und Synergien nutzen.

Dann beurteilen Sie insgesamt auch den Lehrgang positiv?

Sicher. Der Pilot-Charakter war immer mal wieder spürbar, manchmal flogen wir über den Wolken, manchmal gabs einen Sturzflug. Aber das darf auch so sein. Es waren nicht ganz alle Dozenten gleich gefestigt in ihrem Stoff, aber in diesen Fällen war die Unterstützung der GS1 da. Und insgesamt waren die Dozenten wirklich gut, teilweise hervorragend. Profitiert habe ich im Übrigen aber auch vom Know-how der Kolleginnen und Kollegen im Kurs. Wir stammten aus ganz unterschiedlichen Geschäftszweigen, das war extrem bereichernd.

Wie beurteilen Sie den Stoff und die organisatorischen Aspekte?

Insgesamt ist das Ganze wirklich gut durchdacht. Einige Module waren etwas redundant, aber alles in allem entsprach der Stoff meinen Vorstellungen. Das Übergreifende, das für den SCM ja eben zentral ist, war gut spürbar. Es stand uns jeweils eine gute Infrastruktur in Form von geeigneten Unterrichtsräumen zur Verfügung, dies ist natürlich auch wichtig!

Denken Sie, dass das Diplom karrierefördernde Wirkung haben kann. Bei Ihnen als Geschäftsleiter ist das wohl schwierig, aber wenn Sie an die Kollegen denken?

Unbedingt. Auch für mich ist es gut, etwas in der Hand zu haben, es festigt meine Position. Und, ja, je nachdem, wo man sich auf der Karriereleiter gerade befindet, kann das schon Schub verleihen. Denn die Wirtschaft braucht Supply Chain Managers, da bin ich sicher. Dann wünschen wir Ihnen und Ihren Kollegen viel Erfolg, danke für das Gespräch.

Interview: Jürg Freudiger

Reto Fink

Nach einer kaufmännischen Lehre absolvierte Reto Fink einen Auslandaufenthalt. Danach war er als Einkäufer tätig, unter anderem für Coop Non-Food. Er absolvierte die Ausbildung zum Marketing-Planer und stiess 2005 zur Zibatra, zunächst als Leiter Logistik. Seit November 2011 ist er Geschäftsführer.

 

Zibatra

Die 1988 gegründete Zibatra Geschäftshaus AG ist eine Spezialistin für ganzheitliche Lager- und Plattformlogistik. Zusammen mit der Schwesterfirma Z Transport AG bietet das Unternehmen zahlreiche Logistik-Services inklusive Lager- und Transportlogistik als Dienstleistung für Dritte. Die Strategie besteht darin, vermehrt Services am Produkt anzubieten. Das Unternehmen zählt heute 71 Mitarbeitende und hat seinen Hauptsitz im solothurnischen Rickenbach.

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Kontakt

Franco Miani
Lehrgangs- und Prüfungsleiter
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