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Section 1

Barcodes & Identification

Einleitung

Zur automatisierten Verarbeitung des Warenflusses entlang der Supply Chain braucht es die GS1 Identifikationen und die GS1 Datenträger. Der Bereich BarCodes deckt diesen Teil des GS1 Systems ab.  

Zusatzinformationen

Neben den eindeutigen Identifikationsnummern stellt das System auch noch zusätzliche Informationen wie Mindesthaltbarkeitsdaten, Seriennummern und Chargennummern zur Darstellung in Strichcodes zur Verfügung. Zur Zeit dienen Strichcodesymbole als Datenträger, die aber durch neuere Technologien, wie Radiofrequenztransponder, ergänzt werden können. Jegliche Änderungen werden natürlich erst nach umfangreichen Befragungen und Beratungen und einer entsprechend langen Übergangsphase umgesetzt. 

Branchenneutral

Das GS1 System wurde so gestaltet, dass es in jedem Wirtschaftszweig und in jeder Branche einsetzbar ist, wobei jede Systemänderung entsprechend eingeführt wird, damit die bereits bestehenden Anwendungen nicht beeinträchtigt werden.

Section 2

Die GS1 Basisnummer (GCP)

Die GS1 Basisnummer ist die Grundlage zur Bildung der global gültigen und weltweit eindeutigen GS1 Identifikationsschlüssel (GTIN, GLN, SSCC, usw.). Die Verwaltung und Sicherstellung der Eindeutigkeit GCP's gehört zu den wesentlichen Aufgaben der GS1, da die weltweite Eindeutigkeit die Basis für alle Systemanwendungen darstellt.

Zusammensetzung des GCP

Eine GS1 Basisnummer setzt sich wie folgt zusammen:
  • GS1-Präfix (76 = GS1 Schweiz und Liechtenstein)
  • Teilnehmernummer (i.d.R. 7-stellig, z.B. 1234567).
  • Entspricht  dem 9-stelligen GCP 761234567

Anwendungsbeispiele:

GTIN-13  761234567001P (13-stellige ID)
GLN 761234567001P (13-stellige ID)
SSCC 37612345670000001P (18-stellige ID)

Verwendung der GCP

Im GS1 System werden mit Hilfe der GCP die GS1 Identifikationsschlüssel gebildet. Damit können dann beispielsweise Produkte (GTIN's),   Logistikeinheiten (SSCC's) und Lokationen (GLN's),  weltweit, eindeutig und unverwechselbar gekennzeichnet werden. Mehr dazu unter GS1 Keys.

Zur Bildung von Artikelnummern (GTIN) beträgt in diesem Fall der 9-stelligen Basisnummer die Nummerierungskapazität 1000 (0 bis 999). Sollte diese Kapazität nicht ausreichen, kann der Benutzer jederzeit ein weitere GS1 Basisnummer mit einem neuen Bereich von 1000 Nummern beantragen. 

Ihr GCP

GS1 Schweiz verwaltet die GS1-Basisnummern (GCP). Mit der GCP hat der Nummerninhaber beispielsweise die Möglichkeit 1'000 GTIN's (Global Trade Item Number) und/oder GLN's (Global Location Number) zu bilden.

Die Zuteilung eines GCP setzt die Mitgliedschaft bei GS1 Schweiz voraus.

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Nummernvergabe

Die Nummernvergabe, resp. die Zuteilung von Nummern wird anhand des nachstehenden Beispiels ersichtlich:


  1. GS1 Basisnummer (GCP Global Company Prefix)

  2. zur Verfügung des Systemteilnehmers, hier wird beispielsweise eine Kapazität von 0 bis 999 Möglichkeiten dargestellt

  3. Prüfziffer (Modulo 10)

Die Vergabe der GS1 Basisnummer ist kostenpflichtig und unterliegt der jeweils geltenden Lizenzvereinbarung.

GS1 ist ein weltweites System, mit dem eindeutige Identifikationen vorgenommen werden können. 

Mit strichcodierten GS1-Identifikatoren für die automatisierte Verarbeitung werden Artikel, logistische Einheiten, Mehrweggebinde, etc., unverwechselbar gekennzeichnet. Die GS1-Symbole können dann mit Scannern fehlerfrei ausgelesen und weiterverarbeitet werden.

Die GS1 Schlüssel bilden die Grundlage für eine effiziente und kostengünstige Warenflusskontrolle vom Hersteller in Hongkong bis zum Endverbraucher in Romanshorn.

Die Schlüssel des GS1 Systems:

  • Global Trade Item Number (GTIN)
  • Global Location Number (GLN)
  • Serial Shipping Container Code (SSCC)
  • Global Returnable Asset Identifier (GRAI)
  • Global Individual Asset Identifier (GIAI)
  • Global Service Relation Number (GSRN)
  • Global Document Type Identifier (GDTI)
  • Alle weiteren GS1 Datenelemente, welche von einer GS1 Basisnummer abgeleitet werden (z.B. Sendungsnummern, Lieferungsnummern)

Die Datenträger des GS1-Systems:

  • EAN-13, EAN-8, UPC-A, UPC-E sowie 2 und 5-stellige Zusatzsymbole (Add-on)
  • ITF-14 (Interleaved Two of Five)
  • GS1-128 Strichcodesymbologie
  • GS1 DataBar (Primär für das Scannen an Einzelhandelskassen, ab 2010 in bilateraler Absprache mit seinen Handelspartnern zugelassen)
  • GS1 Data Matrix (spezifische Anwendungen im Gesundheitswesen)

RF-Tags kommen bei EPCglobal, dem RFID-Standard von GS1, zur Anwendung .

Die im GS1-System verwendeten Identifikationsnummern werden auch zur elektronischen Datenübertragung (EDI – Electronic Data Interchange) verwendet.

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GS1 Präfixe

Zugeteilte GS1 Präfixe

http://www.gs1.org/company-prefix

Anmerkung: 
nicht zugeteilte Präfixe sind für künftigen Gebrauch reserviert
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GS1 Identifikationsschlüssel

Mit GS1 Identifikationsschlüsseln können Handelseinheiten, Lokationen, Transporteinheiten, juristische Rechtspersonen, Mehrwegbehälter, Servicebeziehungen, Sendungen, Lieferungen und mehr eindeutig identifiziert werden. Die GS1 Identifikationsschlüssel werden durch die Kombination von GS1 Basisnummern mit Standard-basierten Regeln zur Vergabe von Bezugsnummern gebildet.

GTIN, SSCC und GLN sind die weit verbreitesten GS1 Identifikationsschlüssel. Auf den folgenden Seiten finden Sie detaillierte Informationen zu den einzelnen Schlüsseln.

Um einen GS1 Identifikationsschlüssel erstellen zu können, muss ihr Unternehmen ein Mitglied von GS1 Schweiz sein.


Global Trade Item Number (GTIN)

Die GTIN wird zur Identifikation aller Einheiten verwendet, für die die Weitergabe von Stammdaten erforderlich ist und für die an irgendeinem Punkt der Versorgungskette ein Preis kommuniziert wird oder die bestellt, ver- oder berechnet werden kann.

Weitere Informationen finden Sie hier.


Global Location Number (GLN)

Die Global Location Number (GLN) wird verwendet, um eine Adresse (physisch oder juristisch) zu kennzeichnen, die in der Lieferkette eindeutig identifiziert werden muss.

Weitere Informationen finden Sie hier.


Serial Shipping Container Code (SSCC)

Der SSCC wird zur Identifikation von logistische Einheiten/Transporteinheiten verwendet. Der Aufbau des SSCC gewährleistet, dass Transporteinheiten mit einer eindeutigen Identifikationsnummer gekennzeichnet sind, die weltweit eindeutig ist.

Weitere Informationen finden Sie hier.


Global Returnable Asset Identifier (GRAI)

Der GRAI wird zur Identifikation von Mehrwegtransportbehältern verwendet.

Weitere Informationen finden Sie hier.


Global Individual Asset Identifier (GIAI)

Der GIAI identifiziert eine bestimmte physische Einheit als einen Sachgegenstand.

Weitere Informationen finden Sie hier.


Global Service Relation Number (GSRN)

Die Global Service Relation Number - GSRN (Servicebezugsnummer) kann dazu verwendet werden, den Empfänger einer Dienstleistung im Zusammenhang mit einer Dienstleistungsbeziehung zu identifizieren. 

Weitere Informationen finden Sie hier.


Global Document Type Identifier (GDTI)

Der GDTI wird zur Identifikation von Dokumenten verwendet.

Weitere Informationen finden Sie hier.


  • Alle weiteren GS1 Datenelemente, welche von einer GS1 Basisnummer abgeleitet werden (z.B. Sendungsnummern (Global Identification Numbers for Consignment (GINC)), Lieferungsnummern (Global Shipment Identification Number (GSIN))).

  • Die im GS1-System verwendeten Identifikationsnummern werden auch zur elektronischen Datenübertragung (EDI – Electronic Data Interchange) verwendet.
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Datenträger im GS1 System

Die Strichcodierungstechnik basiert auf der Erkennung von Mustern, die in Strichen und Lücken mit unterschiedlichen Abmessungen codiert sind. Die verschiedenen Verfahren, Information in Form eines Strichcodes zu verschlüsseln, bezeichnen wir als Symbologien. Leitfaden, die die Umsetzung von Zeichen in Strich- und Lückenmuster definieren sowie andere wesentliche Merkmale beschreiben, werden als Symbologiespezifikation bezeichnet. "EAN/UPC" ist eine dieser Symbologien.

Standardisierte Datenträger im GS1-System

Damit die GS1-Identifikations- oder auch Nummerierungssysteme tatsächlich den gewünschten Rationalisierungseffekt haben, ist es notwendig, sie in fest definierten Datenträgern zur automatischen Identifikation (Auto ID) an jedem Punkt in der Versorgungskette verfügbar zu machen.

Zurzeit werden im GS1-System vorwiegend Strichcodes als Datenträger verwendet. Die Nutzung anderer Arten von Datenträgern ist jedoch schon heute in Vorbereitung, beispielsweise die Radiofrequenztechnik.

Wahl des Datenträger

Die Wahl des Datenträger ist vom Einsatzgebiet abhängig: auf welche Verpackungsstufe eines Produktes und in welcher Branche soll ein Barcode eingesetzt werden? Ist das Produkt für den POS (Point-of-Sale) bestimmt? Welche Informa-tionen sollen codiert werden?

Diese Faktoren bestimmen, welche Datenträger in welcher Grösse verwendet werden können. Die folgenden Seiten stellen die einzelnen GS1 Barcode Symbologien vor.


EAN-13

Die EAN/UPC Symbologie kann omnidirektional (richtungsunabhängig) verarbeitet werden. Alle Einheiten, die am POS im Einzelhandel eingelesen werden sollen, müssen mit dieser Symbologie gekennzeichnet werden. Die Verwendung auf Handelseinheiten ist ebenfalls möglich.

Weitere Informationen finden Sie hier.


GS1-128

(EAN-128)Die Kennzeichnung logistisch relevanter Einheiten (Bestell-, Liefer- und Transporteinheiten) mit Strichcoden (Barcodes) ist eine notwendige Grundlage zeitgemäßer Warenverfolgungs- und Warensteuerungssysteme mit Wareneingangs- und Warenausgangsscanning sowie schnittstellenübergreifender Qualitätssicherungssysteme.

Weitere Informationen finden Sie hier.


ITF-14

Die Anwendung der ITF-14 Symbologie ist auf die Strichcode-kennzeichnung (Bacodes) von Handelseinheiten beschränkt, deren Identifikationsnummern nicht an Einzelhandelskassen gelesen werden müssen. Diese Symbologie eignet sich vor allem zum Direktdruck auf Wellpappe.

Weitere Informationen finden Sie hier.


GS1 DataBar

GS1 DataBar ist eine zusätzliche Point-of-Sale Strichcode Symbologie, die die EAN/UPC Strichcodefamilie ergänzt. GS1 DataBar ermöglicht die GTIN Identifikation von kleinen, schwer strichcodierbaren Produkten, wie Früchte und Gemüse, Schmuck und do-it-yourself Produkten und kann zusätzliche Informationen wie z.B. Gewicht, Mindesthaltbarkeitsdatum und/oder Chargennummern beinhalten.

Weitere Informationen finden Sie hier.


GS1 DataMatrix

Der GS1 DataMatrix basiert auf der unabhängigen 2-dimensionalen Matrixsymbologie, welche innerhalb eines einfassenden Suchmusters angeordnet sind. Der GS1 DataMatrix kommt vor allem im Gesundheitswesen zum Einsatz, oder wird in metallische Instrumente geäzt/gelasert (direct part marking).

Weitere Informationen finden Sie hier.


GS1-QR-Code_normale Orientierung und normale Reflexionsanordnung

GS1 QR-Code

Der GS1 QR Code ist eine unabhängige, zweidimensionale Matrix-Symbologie, die aus quadratischen Modulen und einem einzigartigen Suchmuster in drei Ecken des insgesamt quadratischen Symbols besteht.

Weitere Informationen finden Sie hier.


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GS1 Application Identifier (Datenbezeichner)

Der GS1 Application Identifier Standard beschreibt die Bedeutung, Struktur und Funktion der einzelnen Datenelemente im GS1 System, damit diese in den entsprechenden Benutzeranwendungen systemkonform verarbeitet werden können.

Der GS1 Application Identifer Standard muss verwendet werden, um Daten wie zum Beispiel Artikelnummern (GTIN), Batchnummer oder SSCC in einem der folgenden Barcodetypen codieren zu können:
GS1-128GS1 DataBar oder GS1 DataMatrix.

GS1-128 Barcode Symbol mit GTIN-13 und Batchnummer


Der Application Identifier AI (wird in der Klarschriftzeile in Klammern dargestellt) definiert, welche Daten in welchem Format im Datenfeld codiert werden müssen. Application Identifier sind immer numerisch und 2, 3 oder 4 Zeichen lang. Nachstehend ein paar Beispiele:

Identifikationen

  • AI (00) = Serial Shipping Container Code (SSCC)
  • AI (01) = Global Trade Item Number (GTIN)

Attribute zu den Identifikationen

  • AI (10) = Los- / Chargennummer
  • AI (310x) = Nettogewicht, Kilogramm (mengenvariable Einheiten), wobei das „x“ die Anzahl Dezimalstellen definiert: AI (3103)000251 = 0.251kg
AI* Datenfeld Format Kurzbezeichnung Inhalt
(00) 376123456700000004 N2+N18 SSCC SSCC der logistische Einheit
(01) 07612345670011 N2+N14 GTIN GTIN der Handelseinheit
(10) 12xd0978 N2+AN..20 BATCH/LOT Batch- oder Lot-Nummer der Handelseinheit
(3101) 000251 N4+N6 NET WEIGHT (kg) 25.1

* Klammern werden in der Klarschriftzeile angezeigt, aber nicht barcodiert.

Eine Liste mit zwingenden, resp. nicht zugelassenen Kombinationen der GS1 Application Identifier finden Sie im Kapitel 4.13 Verbindungen von Datenelementen der allgemeinen GS1 Spezifikationen.

Fixe vs. variable Feldlängen

Die Reihenfolge der AI's in einem Barcode ist grundsätzlich nicht relevant, es gibt aber ein paar Punkte zu beachten. Es gibt AI's mit fixer und variabler Feldlänge. Der AI (10) beispielsweise besitzt eine variable Feldlänge, die bis zu 20 Stellen beinhalten kann. Bei weniger als (oder bei genau) 20 Stellen muss zwingend das Funktionszeichen 1 (FNC1) verschlüsselt werden oder der entsprechende AI muss am Ende eines Symbols enkodiert werden, um die variable Feldlänge zu beenden (Das Stoppzeichen der jeweiligen GS1 Symbologie beendet im zweiten Fall die Feldlänge).

Welche AIs ein Funktionszeichen am Ende benötigen, ist in der unten stehenden Tabelle ersichtlich.

Detaillierte Informationen zur Codierung von GS1 Application Identifiern finden Sie im Kapitel 5.10 Regeln zur Codierung/ Decodierungvon Datenelementen in GS1 Symbologien unter Verwendung der GS1 Application Identifier der allgemeinen GS1 Spezifikationen.

Liste der GS1 Application Identifer

Die vollständige Liste der AI’s finden Sie im Kapitel 3.2 GS1 Application Identifier in numerischer Folge der allgemeinen GS1 Spezifikationen.

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