Wie können wir das Auffüllen von Verkaufsregalen und das Einkaufen für den Konsumenten vereinfachen? Diese Frage ist zwar eigentlich nichts Neues, doch sie hat massgebliche Bedeutung, wenn die Preisorientierung des Konsumenten immer innovativere Lösungen zur Senkung der Kosten verlangt und gleichzeitig die Einkaufserfahrung verbessert werden soll.
In Untersuchungen von ECR Europe zeigte sich, dass eine erhebliche Zahl von Bestandslücken mit Problemen zu tun hat, die sich auf den letzten 50 Metern ereignen: Manchmal ist es für die Mitarbeiter in der Filiale nicht leicht, das Produkt im Lager der Filiale zu finden, es dann unbeschädigt ins Regal zu bringen, den äusseren Karton rasch zu öffnen und das Regal effizient wieder aufzufüllen.
In diesem Zusammenhang scheinen handelsgerechte Regalverpackungen eine potenzielle Lösung zur Bewältigung der vielen Herausforderungen darzustellen, wenn sich die mit der Umsetzung verbundenen Kosten aufgrund der erwarteten Vorteile rechnen. Hierzu gehören eine bessere Verfügbarkeit des Produkts im Regal, eine bessere Erkennung des Artikels durch den Konsumenten und ein effektives Auffüllen von Regalen.
Handelsgerechte Regalverpackungen (Shelf Ready Packaging – SRP) ist der Begriff, der in der vorliegenden Publikation für eine fix und fertig für den Verkauf vorbereitete Einheit verwendet wird, die leicht zu identifizieren, zu öffnen, in das Regal einzuräumen und zu entsorgen ist und damit eine Optimierung der Regalauffüllung ermöglicht und die Sichtbarkeit verbessert. Synonym zu SRP sind die Begriffe RRP (Retail Ready Packaging) und PAV (prêt-à-vendre). SRP erstrecken sich auf alle Arten von handelsgerechten Regalverpackungen, darunter Displays für Werbezwecke, Paletten usw.
Zurzeit ist in Europa eine Vielzahl von lokalen und unternehmensspezifischen SRP-Initiativen im Gange. Grosse Einzelhandelsketten in Europa haben Lieferanten aufgefordert, Produkte in handelsgerechten Regalverpackungen zu liefern, oder bereiten sich darauf vor. Dabei besteht das Risiko einer Verbreitung widersprüchlicher Richtlinien, die die anfängliche Vision, durch SRP einen Mehrwert für den Konsumenten zu schaffen, gefährden würden. Darüber hinaus diskutieren Hersteller und Einzelhändler über die Frage, wo die Kosten und Nutzen von SRP tatsächlich anfallen.
Aus diesem Grunde hat der Vorstand von ECR Europe einen Bericht über das Thema SRP bei Herstellern, Einzelhandelspartnern und Verpackungslieferanten in Auftrag gegeben. Dieser Bericht ist das Ergebnis von neun Monaten Arbeit des Projektteams «Shelf Ready Packaging» von ECR Europe, in dem Hersteller, nationale ECR-Vertreter und Verpackungslieferanten mit dem Einzelhandel zusammenarbeiteten. Kompetente Unterstützung leistete dabei die Unternehmensberatung Accenture. Das Ziel bei diesem Projekt lautete, den Business Case zu formulieren sowie gemeinsame Grundsätze und funktionale Anforderungen für die SRP-Gestaltung in ganz Europa zu definieren. In diesem Zusammenhang sind die Koordination und Abstimmung der verschiedenen lokalen ECR-Initiativen unerlässlich.
Wir hoffen, dass Sie in diesem Dokument eine hilfreiche Einführung und einen guten Ausgangspunkt für Ihre Reise durch die Welt der SRP finden.
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- EU Entsorgungsrichtlinie über Verpackungen
- Checkliste für Filial-Audit
- Tool mit Kriterien zur Umgestaltung von SRP-Produkten
- Beurteilungstool zur Tauglichkeit von SRP
- Schlussbericht SRP GS1 Schweiz
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Kontakt
René Bürli
rene.buerli@gs1.ch
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