„Efficient Consumer Response“ umschreibt eine intensivere unternehmens-übergreifende Zusammenarbeit, deren oberstes Ziel die bessere, schnellere und kostengünstigere Erfüllung der Konsumentenwünsche ist. Der ursprünglich englischsprachige Slogan heisst: „Working together, to fulfill Consumer wishes better, faster and at less cost“. Durch mehr Effizienz in der Wertschöpfungskette können Kosten eingespart und durch Effektivität Mehrumsätze erzielt werden.
Efficient Consumer Response (ECR) ist eine gesamtunternehmensbezogene Vision, Strategie und Bündelung ausgefeilter Techniken, die in dem Rahmen einer partnerschaftlichen und auf Vertrauen basierenden Kooperation zwischen Hersteller, Handel und Dienstleister darauf abzielen, Ineffizienzen entlang der Wertschöpfungskette unter Berücksichtigung der Konsumentenbedürfnisse zu beseitigen, um allen Beteiligten jeweils einen Nutzen zu stiften, der in dem Alleingang nicht zu erreichen wäre.
ECR baut auf einigen Grundprinzipien auf:
Der ECR-Ansatz ist aus einer Initiative der US-Konzerne Wal Mart und Procter & Gamble entstanden. Im Laufe einer experimentellen Kooperation beider Unternehmen erschloss sich das Kostensparpotenzial, welches mit der Zusammenarbeit verbunden war. Dies und die weiteren positiven operativen Effekte verhalfen dem ECR-Ansatz zum raschen Durchbruch. Im Jahr 1994 erreichte das erfolgreiche Konzept erstmals Europa; bereits 1995 fand in Genf mit über 1200 Teilnehmern die erste ECR Europe - Konferenz statt. In Brüssel ist der Sitz von ECR Europe.
ECR Schweiz ist seit 1995 in der Schweiz etabliert und war in den Anfängen als ad hoc Board und ab 1999 als Verein organisiert. Bis Ende 2004 wuchs die Mitgliederzahl von ECR Schweiz auf mehr als 120 führende Unternehmen aus Detailhandel, Konsumgüterindustrie und Dienstleister an. Anschliessend erfolgte die Fusion mit EAN und SGL zu GS1 Schweiz. Seit dem 1. Januar 2005 ist die Organisation von ECR Schweiz in GS1 Schweiz integriert.
GS1 Schweiz als nationale ECR Organisation zeigt seinen Mitgliedern Wege zur Umsetzung des ECR-Modells. Ziel ist die Generierung von Kosteneinsparungen und Umsatzwachstum in der Wertschöpfungskette. Dies gelingt über die Identifikation von Potenzialen und Problemzonen, welche entsprechendes Optimierungspotenzial bergen. An der Erschliessung dieser Potenziale und an der Erarbeitung von Lösungen sowie der Umsetzungsförderung wirken Praktiker aus Handel, Industrie und Dienstleistung mit.
Durch diese kooperative Integration aller in den Prozess involvierten Parteien lassen sich vorteilhafte und effiziente Lösungen erzielen. Deren Umsetzung wird von allen Beteiligten mitgetragen und sie hat positive Auswirkungen auf alle direkt betroffenen Parteien. Schlussendlich profitieren die Konsumenten von besseren Sortimenten, frischeren Produkten, erhöhter Warenverfügbarkeit und mehr Produktsicherheit.
ECR Organisationen weltweit:
Valentin K. Wepfer
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