Das veränderte Marktumfeld hat die EPAL bewogen, in Zukunft alle Paletten eindeutig zu identifizieren. Eine Arbeitsgruppe traf 2007 erste Abklärungen. Mit dem EPAL RFID-Projekt will die Organisation die Machbarkeit und den Nutzen der funkgestützten Technologie für die Kennzeichnung der Paletten abklären und Entscheidungsgrundlagen für die Umsetzung schaffen. Die Auszeichnung der Paletten mittels RFID-Chips stellt für alle beteiligten eine Win-win-Situation dar.
Die Vorteile für die EPAL-Paletten-Benutzer:
Die Organisation EPAL erwartet folgendes Nutzenpotenzial:
Ende 2008 konnte die technische und praktische Machbarkeit im Rahmen eines Pilotprojekts beim Palettendienstleister Holliger AG in der Schweiz nachgewiesen werden. Als Technologiepartner stand die Swisscom Auto ID zur Verfügung. Insgesamt wurden 1000 Paletten mit einem RFID-Tag bestückt und die Prozessüberwachung mit fünf RFID-Gates sichergestellt. Die verwendeten Tags basierten auf den GS1 EPCglobal UHF Gen 2 Standards. Die Befestigung erfolgte mit zwei Nägeln auf der Stirnseite des Mittelbretts.
Die Erfahrungen aus dem Pilotversuch haben gezeigt, dass die Machbarkeit grundsätzlich gegeben ist. Für die Umsetzungsplanung und insbesondere für die Entscheidungsfindung der EPAL waren jedoch weitere Abklärungen notwendig. Das Projektteam hat den Antrag zur Durchführung der Phase II «Prototyp 2009/10» gestellt. Die Projektphase soll zu detaillierten Kenntnissen führen und Antworten auf zentrale Fragen liefern wie: Welche Standards verlangt die Wirtschaft, und wie können die Tags an der Holzpalette befestigt werden?