Fälschungen, Schwarzmarkt und Ausstieg


Die Paletten werden nach dem «Zug um Zug»-System getauscht. Dabei erhält der Versender vom Empfänger jeweils die gleiche Anzahl tauschfähiger Paletten zurück. Das System arbeitet am wirtschaftlichsten, wenn auch der Spediteur in den Tausch eingebunden wird. Damit können die kostspieligen Rücktransporte minimiert werden.


Obschon die Tauschkriterien klar geregelt sind, erweist sich die Umsetzung in der Praxis als recht schwierig: eine beladene Palette kann nicht zu 100 Prozent kontrolliert werden. Im Lauf der Zeit haben sich die Markierungen auf den Klötzen verändert, somit sind Fälschungen teilweise nur von Experten erkennbar. Schwund und ein blühender Schwarzmarkt sind die Folge. Die sinkende Qualität der Paletten verbunden mit den steigenden Holzpreisen und hohen Bewirtschaftungskosten haben die Transportbranche dazu bewogen, aus dem Tauschgeschäft auszusteigen. Der Entscheid hat zu Verunsicherung in der Wirtschaft geführt.


GS1 Schweiz hat zusammen mit der Astag einen Lösungsansatz erarbeitet. Für den «Zug um Zug»-Tausch kann seit dem 1. Januar 2008 der Spediteur dem Verlader pro Palette eine Dienstleistungsgebühr von einem Franken verrechnen. Obwohl der Markt auch geschlossene und kostenpflichtige Mietsysteme wie CHEP, LRP, PAKi und andere anbietet, ist der EPAL-Palettentausch für den nationalen Verkehr nach wie vor die Nummer eins. 

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EPAL-Palette

EPAL Tauschkriterien

 
 
 
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