Vorrangig sind AS2-Betriebskonzepte für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen ausgelegt, für die beide Partner eine ständige Verbindung zum Internet haben müssen. Bei der Kommunikation bildet das AS2-Protokoll einen sicheren Umschlag für die zu übertragenden EDI-Nachrichten, unabhängig von der verwendeten Syntax (z. B. EANCOM ® oder EAN • UCC XML).
Zur Gewährleistung der Sicherheit nutzt AS2 das Hypertext Transport Protocol secure (HTTP/s) samt Verschlüsselung, das jegliche Veränderungen an einem Datenpaket identifiziert. So wird verhindert, dass Daten, die über Internet übertragen werden, in irgendeiner Form manipuliert werden. Zusätzlich wird als weitere Sicherheitsstufe auch die digitale Signatur unterstützt, die jederzeit eine Verifizierung der Identität eines Absenders vornehmen kann. Nach erfolgreicher Übertragung wird die Nachricht an interne Applikationen (z. B. ERP-Anwendungen) zur Weiterverarbeitung übergeben. Die Konvertierung sowie die Übergabe an Backend-Systeme kann über gängige Konverterlösungen erfolgen.
Wegen der potenziellen Instabilität des Internet werden die Lieferanten häufig dazu verpflichtet, eine Notfall-Lösung zu integrieren, die jegliche Übertragungsfehler im Internet auffangen kann. In diesem Fall werden automatisch die nicht gesendeten Informationen über eine vordefinierte alternative Route übertragen (z. B. über eine bestehende Value Added Networks-Verbindung).
GS1 Switzerland empfiehlt, sich an die EDIINT AS2-Spezifikationen von GS1 Global zu halten. Eine Anleitung (Englisch) ist hier zu finden: EDIINT AS1 and AS2 Transport-Communication Guidlines. Ausserdem empfiehlt es sich darauf zu achten, dass die gekaufte Software von der Drummond Group Inc. zertifiziert ist.
Das ursprüngliche EDIINT AS2 Dokument RFC4130 der IETF (Internet Engineering Task Force) gibt weitere Hintergrundinformationen, wie AS2 funktioniert: MIME-Based Secure Peer-to-Peer Business Data Interchange Using HTTP, Applicability Statement 2 (AS2)