Die Strichcodierungstechnik basiert auf der Erkennung von Mustern, die in Strichen und Lücken mit unterschiedlichen Abmessungen codiert sind. Die verschiedenen Verfahren, Information in Form eines Strichcodes zu verschlüsseln, bezeichnen wir als Symbologien. Leitfaden, die die Umsetzung von Zeichen in Strich- und Lückenmuster definieren sowie andere wesentliche Merkmale beschreiben, werden als Symbologiespezifikation bezeichnet. "EAN/UPC" ist eine dieser Symbologien.
Damit die GS1-Identifikations- oder auch Nummerierungssysteme tatsächlich den gewünschten Rationalisierungseffekt haben, ist es notwendig, sie in fest definierten Datenträgern zur automatischen Identifikation (Auto ID) an jedem Punkt in der Versorgungskette verfügbar zu machen.
Zurzeit werden im GS1-System vorwiegend Strichcodes als Datenträger verwendet. Die Nutzung anderer Arten von Datenträgern ist jedoch schon heute in Vorbereitung, beispielsweise die Radiofrequenztechnik.
Die Wahl des Datenträger ist vom Einsatzgebiet abhängig: auf welche Verpack-ungsstufe eines Produktes und in welcher Branche soll ein Barcode eingesetzt werden? Ist das Produkt für den POS (Point-of-Sale) bestimmt? Welche Informa-tionen sollen codiert werden?
Diese Faktoren bestimmen, welche Datenträger in welcher Grösse verwendet werden können. Die folgenden Seiten stellen die einzelnen GS1 Barcode Symbologien vor.
Die EAN/UPC Symbologie kann omnidirektional (richtungsunabhängig) verarbeitet werden. Alle Einheiten, die am POS im Einzelhandel eingelesen werden sollen, müssen mit dieser Symbologie gekennzeichnet werden. Die Verwendung auf Handelseinheiten ist ebenfalls möglich.
Die Kennzeichnung logistisch relevanter Einheiten (Bestell-, Liefer- und Transport-einheiten) mit Strichcoden (Barcodes) ist eine notwendige Grundlage zeitgemäßer Warenverfolgungs- und Warensteuerungssysteme mit Wareneingangs- und Warenausgangsscanning sowie schnittstellenübergreifender Qualitätssicherungs-systeme.
Die Anwendung der ITF-14 Symbologie ist auf die Strichcode-kennzeichnung (Bacodes) von Handelseinheiten beschränkt, deren Identifikationsnummern nicht an Einzelhandelskassen gelesen werden müssen. Diese Symbologie eignet sich vor allem zum Direktdruck auf Wellpappe.
GS1 DataBar ist eine zusätzliche Point-of-Sale Strichcode Symbologie, die die EAN/UPC Strichcodefamilie ergänzt. GS1 DataBar ermöglicht die GTIN Identifikation von kleinen, schwer strichcodierbaren Produkten, wie Früchte und Gemüse, Schmuck und do-it-yourself Produkten und kann zusätzliche Informationen wie z.B. Gewicht, Mindesthaltbarkeitsdatum und/oder Chargennummern beinhalten.
Der GS1 DataMatrix basiert auf der unabhängigen 2-dimensionalen Matrixsymbologie, welche innerhalb eines einfassenden Suchmusters angeordnet sind. Der GS1 DataMatrix kommt vor allem im Gesundheitswesen zum Einsatz, oder wird in metallische Instrumente geäzt/gelasert (direct part marking).